Praxis für klassische Homöopathie

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Studien in der Homöopathie unter Anwendung neuester wissenschaftlicher Standards?
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DNA-Fragmentierung und Zellzyklusarrest: ein Kennzeichen der durch Ruta graveolens induzierten Apoptose in menschlichen Dickdarmkrebszellen

Zusammenfassung

In der vorliegenden Studie untersuchten wir die Antitumorwirkung verschiedener Potenzen von Ruta graveolens (Ruta) an der Zelllinie COLO-205. Die Untersuchung erfolgte anhand von Zytotoxizität, Migration, Klonogenität, morphologischen und biochemischen Veränderungen sowie der Expression von Genen, die mit Apoptose und Zellzyklus assoziiert sind. Die Behandlung von COLO-205-Zellen zeigte maximale Effekte mit der Urtinktur (MT) und der Potenz 30C. Hierbei wurde eine verminderte Zellviabilität sowie eine reduzierte Klonogenität und Migrationsfähigkeit beobachtet. Zusätzlich traten morphologische und biochemische Veränderungen wie Kernveränderungen (fragmentierte Zellkerne mit kondensiertem Chromatin) und ein DNA-Leitermuster (erhöhte Menge fragmentierter DNA) in den COLO-205-Zellen auf, die auf apoptosebedingten Zelltod hindeuten. Die mittels reverser Transkriptase-PCR analysierte Expression von Apoptose- und Zellzyklus-regulierenden Genen zeigte eine Hochregulation der Expression von Caspase 9, Caspase 3, Bax, p21 und p27 sowie eine Herunterregulation der Bcl-2-Expression in den behandelten Zellen. Der Zelltod deutete auf einen intrinsischen apoptotischen Signalweg in Verbindung mit einem Zellzyklusarrest in der G2/M-Phase hin. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die in Ruta enthaltenen Phytochemikalien Potenzial für die Entwicklung natürlicher Therapeutika zur Behandlung von Darmkrebs besitzen.

DOI: 10.1016/j.homp.2014.10.001

Individualisierte homöopathische Arzneimittel in der Behandlung der Hyperurikämie: Bewertung durch eine doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie

Zusammenfassung

Einleitung: Hyperurikämie (HU) ist ein bedeutendes Gesundheitsproblem in Indien und weltweit. Sie erhöht die Krankheitslast und beeinträchtigt die Lebensqualität. Ziel dieser Studie war es, die Wirkung individualisierter homöopathischer Arzneimittel (IHM) im Vergleich zu Placebo bei der Behandlung von HU zu untersuchen.

Ergebnisse: Die Intention-to-Treat-Population (n = 58) wurde analysiert. Die Unterschiede zwischen den Gruppen hinsichtlich der Harnsäurewerte (F<sub>1,56</sub> = 13,833, p < 0,001), der HUQLQ-Scores (F<sub>1,56</sub> = 32,982, p < 0,001) und der MYMOP-2-Profil-Scores (F<sub>1,56</sub> = 23,873, p < 0,001) waren statistisch signifikant und sprachen für die intramuskulären Heilmittel (IHM) gegenüber Placebo mit mittleren bis großen Effektstärken. Calcarea carbonica und Pulsatilla nigricans waren die am häufigsten verschriebenen Präparate. In keiner der beiden Gruppen wurden schwerwiegende unerwünschte Ereignisse berichtet.
 
Schlussfolgerung: IHMs zeigten im Vergleich zu Placebos signifikant bessere Ergebnisse bei der Senkung des Harnsäurespiegels und der Verbesserung der Lebensqualität bei Patienten mit HU.
 
DOI: 10.1055/s-0042-1751272